Carcassonne Labyrinth vereint die Kernmechaniken zweier absoluter Brettspiel-Klassiker unter einem klaren Motto: Schieben, laufen, bauen.
Das Video präsentiert die finale Version des Spiels in der sogenannten Profivariante. Während das Grundspiel bewusst zugänglich gehalten ist und sich in wenigen Minuten erklären lässt, bringt die Profiversion durch zusätzliche Auftragskarten eine völlig neue strategische Ebene auf den Tisch.
Die Profivariante: Auftragskarten und Wappenmarker
In der Spielschachtel sind bereits 18 doppelseitige Erweiterungs- und Auftragskarten enthalten. Diese geben den Spielern übergeordnete Ziele und sorgen für ein kleines Wettrennen am Tisch.
Im gezeigten Szenario versuchen die Spieler beispielsweise nebenbei folgende Aufträge zu erfüllen:
Eine Stadt aus exakt 3 Plättchen abschließen.
Einen Weg aus genau 4 Plättchen abschließen.
Wer solche Aufgaben als Erster erfüllt, wird mit begehrten Wappenmarkern belohnt. Nachzügler bekommen oft weniger Belohnungen, weshalb man nicht nur das eigene Labyrinth, sondern auch die Fortschritte der Mitspieler im Auge behalten muss.
Der Spielzug im Detail
Ein typischer Spielzug erfordert clevere Vorausplanung und kombiniert die Mechaniken beider Vorbilder:
Schieben: Ein Plättchen wird (wie beim verrückten Labyrinth) in das zentrale Spielfeld geschoben, um Gänge zu verändern. Clevere Spieler nutzen dies auch, um sich selbst über das Brett "teleportieren" zu lassen, wenn sie mit herausgeschoben werden.
Laufen: Der Meeple bewegt sich über die neu verbundenen Wege durch Wälder und auf Straßen zum gesuchten Schatz.
Bauen: Das herausgeschobene Plättchen sowie das eventuell gesammelte Schatzplättchen werden nun an die eigene, persönliche Auslage gebaut. Hierbei gelten die strengen Carcassonne-Regeln: Wiese an Wiese, Stadt an Stadt, Straße an Straße.
Die Endwertung: Wer baut am höchsten?
Die Abrechnung am Ende des Spiels (sobald der Nachziehstapel leer ist) ist wunderbar haptisch gelöst: Höhe gewinnt.
Jeder Spieler stapelt all seine verbauten Landschaftsplättchen und die verdienten Wappenmarker zu einem Turm. Wer den höchsten Stapel vor sich stehen hat, gewinnt die Partie. Eine kleine motivierende Besonderheit gibt es bei den Wappenmarkern: Wer über das Spiel hinweg die meisten Wappen sammeln konnte, darf am Ende anstelle seines Meeples eine Krone auf seinen Turm setzen.
Zielgruppe und Umfang
Ravensburger und Hans im Glück richten sich mit dem Titel an eine extrem breite Zielgruppe. Durch die Modulbauweise holt das Spiel ab:
Anfänger und Familien: Mit dem Basisspiel, das auch als Solo-Tutorial dient.
Kenner und Profis: Durch die beiliegenden 18 Auftragskarten, die teils knallharte Challenges (wie ein 4x4 Raster bauen oder eine riesige Stadt ohne Schätze abschließen) bieten.
Das Spiel ist ab September 2026 regulär im Handel erhältlich.
