SPIEL FILM SPASS
News, Tests und Kritiken zu Computerspielen, Brettspielen, Comics, Filme und Serien.
Montag, 19. Oktober 2026
Herbstneuheiten 2026 von Schmidt Spiele - Von Tortenschichten, Kunstschmuggler-Museen und unsichtbaren Inseltieren
Batman - Gotham City Crimes - Ein kooperatives Ermittlungsabenteuer von Erfolgsautor Michael Menzel
Das Spiel richtet sich an Spielerinnen und Spieler ab 12 Jahren, die kooperative Abenteuerspiele und erzählerische Ermittlungen mögen. Besonders angesprochen werden Batman-Fans und Comic-Begeisterte, die in einer gemeinsamen Runde Hinweise sammeln, Orte in Gotham City erkunden und sich mit guter Abstimmung durch ein fortlaufendes Story-Erlebnis arbeiten möchten.
Batman - Gotham City Crimes
Michael Menzel
Ab 12 Jahren, für 2-4 Personen
Spieldauer: ca. 60 Minuten
Preis: ca. 49,99 Euro
Samstag, 10. Oktober 2026
Jumbo erweitert "Hitster"-Reihe und bringt neues Musikspiel "Match My Beat"
Montag, 5. Oktober 2026
Entschleunigung pur: Warum "Dorfromantik Sakura" der kooperative Brettspiel-Hit des Jahres ist
Spieleranzahl: 1 bis 6 Personen
Dauer: ca. 30 - 45 Minuten
Gemeinsam Plättchen legen, diskutieren und aufblühen: Der Nachfolger des "Spiel des Jahres" tauscht heimische Wälder gegen japanischen Frühling – und perfektioniert das gemeinsame Lösen von Aufgaben.
Es gibt Brettspiele, die Freundschaften auf eine harte Probe stellen. Spiele, bei denen man sich um Rohstoffe streitet, Armeen über fremde Kontinente schiebt oder beim Immobilienkauf in den finanziellen Ruin getrieben wird. Und dann gibt es Dorfromantik. Der Brettspiel-Ableger des gleichnamigen Indie-Videospiels wurde 2023 völlig zu Recht zum "Spiel des Jahres" gekürt. Nun steht mit Dorfromantik Sakura der eigenständige Nachfolger in den Regalen. Und um es gleich vorwegzunehmen: Der Ausflug nach Japan ist ein absoluter Triumph der Gemütlichkeit.
Statt heimischer Nadelwälder und Weizenfelder dominieren nun Kirschblüten, Reisfelder und Bambuswälder die sechseckigen Pappkärtchen. Das Spielprinzip bleibt im Kern unangetastet: Reihum ziehen wir Plättchen und legen sie an eine wachsende Landschaft an. Flüsse müssen an Flüsse grenzen, Gleise an Gleise. Soweit, so simpel.
Das Herzstück: Gemeinsam statt einsam
Die wahre Magie von Sakura entfaltet sich jedoch nicht im bloßen Aneinanderlegen, sondern in der Kommunikation am Spieltisch. Dorfromantik Sakura ist ein durch und durch kooperatives Erlebnis. Es gibt keine Verlierer, nur einen gemeinsamen Highscore, den es zu knacken gilt. Das Herzstück des Spiels ist das gemeinsame Lösen der Aufgaben (Aufträge).
Ständig poppen neue Zielvorgaben auf: Ein Reisfeld, das exakt aus fünf Plättchen bestehen muss. Ein Flusslauf, der mindestens sieben Kärtchen lang ist. Hier zeigt das Spiel seine größte Stärke. Anstatt stumm vor sich hin zu grübeln, wird jede Entscheidung diskutiert. "Wenn du das Kirschblüten-Plättchen dorthin legst, verbauen wir uns dann die Schienen?" – "Nein, warte, wenn wir es drehen, können wir gleich zwei Aufträge auf einmal abschließen!"
Es entsteht ein wunderbarer Flow. Das gemeinsame Tüfteln fühlt sich nie nach stressiger Arbeit an, sondern nach einem meditativen Zen-Garten, den man als Gruppe pflegt. Das gefürchtete "Alpha-Spieler-Syndrom" (eine Person kommandiert alle anderen herum), das viele Koop-Spiele plagt, tritt hier kaum auf, weil die Konsequenzen jedes Zuges so entspannt abgewogen werden können.
Belohnungsspirale im Kampagnen-Modus
Wie schon der Vorgänger motiviert auch Sakura mit einer sanften Kampagne. Wer gut spielt und viele Aufgaben gemeinsam löst, sammelt Punkte auf einem Wertungsblock und schaltet nach und nach kleine, geheime Boxen frei. Darin verbergen sich neue Spielmechaniken, zusätzliche Aufgabenarten und frische Plättchen. Diese stetige Belohnung sorgt dafür, dass es selten bei nur einer Partie bleibt. "Komm, eine Runde geht noch, dann dürfen wir Box 3 öffnen" wird zum Standard-Satz des Abends.
Fazit: Ein kooperatives Meisterwerk
Dorfromantik Sakura erfindet das Rad nicht neu, schleift es aber zur Perfektion. Die japanische Ästhetik ist wunderschön umgesetzt, die Qualität des Materials stimmt. Wer kompetitive Zerstörungsorgien sucht, ist hier falsch. Wer aber nach Feierabend mit Partner, Partnerin, Freunden oder der Familie bei einer Tasse Tee gemeinsam konstruktiv Rätsel lösen, diskutieren und etwas Wunderschönes aufbauen möchte, findet aktuell kein besseres Spiel auf dem Markt.
Wertung: 10 / 10
Ein absolutes Wohlfühlspiel mit Suchtpotenzial.
Aston Martin Valhalla & New Game+: Das steckt im neuen Gratis-DLC für 007 First Light
Gute Nachrichten für alle virtuellen Geheimagenten: Der lang erwartete, kostenlose DLC "Extended Operations" für 007 First Light ist ab sofort verfügbar und bringt spannende neue Inhalte in die Welt der Spionage.
Das Update erweitert das Basisspiel um drei von Fans stark geforderte Features, die ab sofort ohne zusätzliche Kosten heruntergeladen werden können:
Der Aston Martin Valhalla: Zeit für eine Spritztour. Der britische Hybrid-Supersportwagen steht jetzt in der Q-Branch-Garage bereit. Mit seinem messerscharfen Handling und rasanten Top-Speeds bietet er die perfekte Fluchtmöglichkeit bei hitzigen Verfolgungsjagden.
Umfangreicher Foto-Modus: Egal, ob epische Explosionen, actionreiche Nahkämpfe oder die pure Eleganz des Valhallas – mit dem neuen Foto-Modus lassen sich die besten Gameplay-Momente mit detaillierten Filtern, Kamerawinkeln und Belichtungseinstellungen perfekt in Szene setzen.
00-Schwierigkeitsgrad im New Game +: Für Veteranen, die eine echte Herausforderung suchen. Der "00 Difficulty"-Modus skaliert den Schaden der Gegner drastisch nach oben, reduziert die verfügbare Munition und zwingt Spieler dazu, Gadgets und Stealth-Mechaniken absolut fehlerfrei zu meistern.
Um auf die neuen Inhalte zuzugreifen, muss lediglich das neueste Update für 007 First Light auf der jeweiligen Plattform installiert werden.
Sonntag, 4. Oktober 2026
Leveln, plündern, hintergehen - Zwei neue Munchkin-Titel bei Pegasus Spiele erschienen
Donnerstag, 1. Oktober 2026
Tierische Waldbewohner gesucht Niedliches Merkspiel für Kinder von Piatnik
Wo hat sich denn die kleine Maus versteckt? In welchem Waldstück wartet der Fuchs? Und wo verbirgt sich das flinke Eichhörnchen? Bei „Versteckt? Entdeckt!“, erschienen im Wiener Spieleverlag Piatnik, machen sich Kinder auf eine kurzweilige Entdeckungsreise durch vier unterschiedlich große Waldstücke, um dort die geheimen Verstecke der niedlichen Tiere aufzuspüren.
Fünfzehn tierische Waldbewohner verstecken sich im herbstlichen Dickicht und warten auf die Entdeckung durch zwei bis vier Kinder (ab vier Jahren). Werden Frosch, Igel oder die anderen Freunde allerdings nicht gefunden, huschen sie schnell ins nächste Waldstück und suchen dort einen neuen Unterschlupf.
Auf die richtige Mischung kommt es an: Bei „Versteckt? Entdeckt!“ entscheiden Konzentration und Merkfähigkeit gemeinsam mit etwas Spielglück über den Sieg. Die Kinder versuchen, sich die Verstecke der Tiere zu merken. Werden die schlauen Waldbewohner allerdings falsch benannt, verstecken sie sich wieder neu, was Spaß und Spannung erhöht. Wer die meisten Tierplättchen sammelt, gewinnt die rund zwanzigminütige Suche im Wald.
Das leicht zugängliche Merkspiel von Autorin Sophia Wagner fördert bereits bei den Jüngsten ein erstes Verständnis für Wahrscheinlichkeiten. Denn im Hinterkopf sollte immer behalten werden, welche Tiere bereits entdeckt wurden und welche sich schon im nächsten Waldstück verbergen. Spielerisch werden so auch die grauen Zellen trainiert.
Aber man kann nicht immer richtig liegen: Das Spielkonzept übt den Umgang mit Frusttoleranz und sorgt gleichzeitig dafür, dass jedes Kind auch schnell wieder eine Chance auf Erfolg erhält. Altersgerecht und liebevoll sind die von Anthony Moulins gestalteten Tierplättchen und der herbstliche Blätterwald, durch den die vergnügliche Suche bei „Versteckt? Entdeckt!“ führt.
Versteckt? Entdeckt! – Auf einen Blick
· Leicht zugängliches Merkspiel für Kinder
· Erstes Verständnis für Wahrscheinlichkeiten
· Trainiert Merkfähigkeit und Frusttoleranz
· Für 2-4 Kinder ab 4 Jahren
· Spieldauer: ca. 20 Minuten
· Autorin: Sophia Wagner
· Illustration: Anthony Moulins
· Preis: ca. 17,95 Euro
· Made in Austria
Die Autorin:
Sophia Wagner genießt es schon immer, Zeit mit netten Leuten zu verbringen. Aber zu viel Zeit darf es dann auch wieder nicht sein, denn auch das Alleinsein ist ihr wichtig! Da kann sie Geschichten lesen und erdenken, basteln, malen und draußen die Natur genießen. All das gehört zu ihr wie das Spieleerfinden! Das hat sie als Kind schon ein wenig versucht, hat aber damals nicht im Traum daran gedacht, dass es einmal ihr Beruf werden könnte! So studierte sie auch erst einmal Geowissenschaften in Potsdam, bis sie sich traute es als Spieleautorin zu versuchen. Seitdem hat sie schon 17 Spiele veröffentlicht, darunter „Lecker Lava“ was 2024 auf die Empfehlungsliste zum Kinderspiel des Jahres gesetzt wurde. „Versteckt? Entdeckt!“ ist ihr erstes Spiel bei Piatnik.
Donnerstag, 24. September 2026
Ravensburger: Gruselige Spieleneuheiten für jedes Alter
Gruselige Spieleneuheiten für jedes Alter
Für Gänsehaut-Momente sorgen nicht nur zu Halloween die schaurig-schönen Spiele-Neuheiten von Ravensburger: In der neuen Version des Spieleklassikers „Schnappt Hubi“ gehen alle gemeinsam auf Geisterjagd oder versuchen in „Werwölfe Special Edition“ den Werwolf zu entlarven. Ältere Spielefans lösen in der Zwischenzeit in „echoes – das grüne Grab“ oder „Cold Case: Die letzte Runde“ Rätsel um mysteriöse Kriminalfälle. Wer es lieber etwas beschaulicher hat, sorgt mit dem CreArt-Set „Süßes oder Saures“ oder den speziellen Halloween-Puzzles für Gruselstimmung.
Schnappt Hubi (Relaunch)
Schon wieder hat das kleine Gespenst Hubi Leckerbissen gestohlen. Im elektronischen Brettspiel „Schnappt Hubi!" machen sich Hasen und Mäuse auf die Suche nach ihm. Verzauberte Wände, geheime Durchgänge und ein sprechender Kompass sorgen für spannende und immer wieder neue Partien. Ziel ist es, Hubi in seinem Versteck zu überraschen und gemeinsam zu fangen. Das Spiel wurde 2012 zum Kinderspiel des Jahres gewählt und erscheint nun in neuem Design. Für zwei bis vier Spieler ab fünf Jahren für 39,99 Euro (UVP) im Handel erhältlich.
Werwölfe Special Edition
10 Jahre „Werwölfe“, über 800.000 verkaufte Spiele und unzählige spannende Runden: Ravensburger feiert das Jubiläum mit einer Special Edition in einer hochwertigen Magnetverschluss-Box. Mit 28 beliebten Charakteren aus „Vollmondnacht“, „Morgengrauen“ und „Vampirdämmerung“ bietet sie mehr Vielfalt als je zuvor. Wie immer heißt es: bluffen, diskutieren, verdächtigen. Wer ist der Werwolf? Wer kann überzeugen? Ein Best-of der Kultreihe, eigenständig spielbar und optional mit App für noch mehr Atmosphäre. Für drei bis zehn Spieler ab neun Jahren für 19,99 Euro (UVP) im Handel erhältlich.
CreArt Malen nach Zahlen: Süßes oder Saures
Ein schaurig-schönes Motiv zum selbst Gestalten bietet die Halloween Edition von CreArt: Das Set „Süßes oder Saures“ lässt dank der farbigen Motivlinien im Handumdrehen eine tolle Dekoration für die Halloween Party entstehen. Das Set enthält dabei alles, was man für das Kunstwerk benötigt und eignet sich auch perfekt als Mitbringsel. Für Kinder ab neun Jahren für 13,99 Euro (UVP) im Handel erhältlich.
echoes – Das grüne Grab (Fall 11)
1975 – Eine Gruppe Wissenschaftler wird nach einer Expedition vermisst gemeldet, von Lebenszeichen keine Spur. Können die Spieler herausfinden, was ihnen zugestoßen ist? echoes ist ein einzigartiges, kooperatives Audio Mystery Spiel. Die Spieler hören mithilfe der kostenlosen Ravensburger echoes App mysteriöse Geräusche und Stimmen, die mit den Kartenmotiven verbunden sind. Gemeinsam bringen sie in diesem kooperativen Spiel die 24 Teile der Geschichte in die richtige Reihenfolge. Für ein bis vier Spieler ab vierzehn Jahren für 12,99 Euro (UVP) ab November im Handel erhältlich.
Cold Case: Die letzte Runde
Ein ungelöster Mordfall führt die Spielenden auf eine abgelegene Rennstrecke in Italien. Ein Rennfahrer kommt bei einem Unfall ums Leben. Ein tragisches Unglück, so scheint es. Doch was steckt hinter dem Unfall und was ist damals wirklich passiert? In Cold Case: Die letzte Runde schlüpfen die Spielenden in die Rolle von Ermittelnden und rekonstruieren Schritt für Schritt die Geschehnisse. Dabei kombinieren sie die Hinweise und geben dann ihre Antworten online ein, um endlich den oder die Mörder ihrer gerechten Strafe zuzuführen. Für ein bis vier Spieler ab 14 Jahren für 11,99 Euro (UVP) im Handel erhältlich.
Puzzle 1000 Teile – Happy Halloween
Das Puzzle-Motiv „Happy Halloween” besteht aus 1000 Puzzle-Teilen. In dieser bezaubernden Szene voller Halloween-Helfer nimmt die Fantasie ihren Lauf! Für Puzzler ab 14 Jahren für 16,99 Euro (UVP) im Handel erhältlich.
Puzzle 1000 Teile – Süßes oder Saures
Das gespenstische Puzzle-Motiv „Süßes oder Saures” besteht aus 1000 Puzzle-Teilen. In der Halloween Nacht versammeln sich alle vor den Häusern, um Süßigkeiten zu sammeln. Für Puzzler ab 14 Jahren für 16,99 Euro (UVP) im Handel erhältlich.
Freitag, 18. September 2026
EXIT– Das Spiel: Der perfekte Einbruch
Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums von EXIT – Das Spiel wartet ein ganz besonderes Abenteuer in außergewöhnlicher Verpackung auf Rätselfans und alle, die es noch werden wollen.
Das spannende Heist-Abenteuer führt in ein luxuriöses Casino, dessen Besitzer seine Gäste skrupellos übervorteilt. Höchste Zeit für einen perfekt geplanten Einbruch! Die limitierte Edition überrascht mit neuen Rätselmechaniken, integrierten Bonusrätseln und erscheint erstmals in einer hochwertigen Metalldose, die besonders Sammler begeistern wird. Für das besondere Spielerlebnis liegen zudem praktische Gadgets wie Bleistift, Kugelschreiber, Lineal, Radiergummi und Schere bei, die unverzichtbar sind für clevere Codeknacker.
2026 feiert EXIT – Das Spiel ein außergewöhnliches Jubiläum: Seit zehn Jahren steht die Marke für überraschende Rätselmechaniken und unvergessliche Aha-Momente. Zum Geburtstag präsentiert KOSMOS ein umfangreiches Jubiläumsprogramm mit neuen Produkten, limitierten Sondereditionen und fantastischen Live-Events. Fans dürfen sich auf ganz viel Rätsel-Spaß, starke Lizenzen und zahlreiche Gelegenheiten freuen, das Spielgefühl von EXIT® – Das Spiel auf neue Weise live zu erleben.
EXIT – Das Spiel: Der perfekte Einbruch
Inka, Markus & Emely Brand
Ab 12 Jahren, für 1-4 Personen
Spieldauer: ca. 45-90 Minuten
Preis: ca. 19,99 Euro
Sonntag, 13. September 2026
Schau dir die Diablo V - Forging the Next Era Panel from BlizzCon 2026 an
Diablo V erscheint im Frühjahr 2029
Donnerstag, 10. September 2026
Das Spiel zur Fantasy-Legende Neue Edition vom beliebten Quizspiel Smart 10 von Piatni: Smart 10 „Der Herr der Ringe“
Eine Frage – 10 Antworten: Auch bei dieser neuen Edition ändert sich nichts am beliebten Spielmechanismus von „Smart 10“! Allerdings ist das Setting besonders fantasievoll und wandelt auf den Spuren einer sagenhaften Legende: Die zahlreichen Fans von „Der Herr der Ringe“ können dabei in die Welt der Hobbits, Elben und Orks eintauchen und zeigen, wie gut sie Mittelerde und seine Bewohner wirklich kennen. Wer auch über den Einen Ring am besten Bescheid weiß oder am besten zockt, kann bei den 100 neuen Fragen und 1.000 Antwortmöglichkeiten glänzen.
Die eigenständige Edition „Der Herr der Ringe“ erweitert die Reihe rund um das revolutionäre Quizspiel von Piatnik. Ausgezeichnet als „Spiel der Spiele“ in Österreich (2020) sowie als Spiel des Jahres in Schweden und Dänemark (2017/2019), begeistert das Original „Smart 10“ von Arno Steinwender und Christoph Reiser mit seinen Erweiterungen heute nicht nur hunderttausende Quiz-Fans in analogen Spielerunden (mehr als 700.000 verkaufte Exemplare), sondern seit 2022 auch eine große Zuschauerschar mit einer täglichen Show im österreichischen Fernsehen. Teil des Erfolgsrezeptes ist die kompakte Box, die in jeder Tasche Platz findet, mit ihren doppelseitig bedruckten Kärtchen - und jeweils einer Frage in der Mitte. Pro Frage stehen 10 Antwortmöglichkeiten zur Wahl, die mit Markern abgedeckt sind. Wer an der Reihe ist, wählt eine davon aus, kontrolliert, ob’s stimmt und gibt die Smartbox in der Runde weiter. Will man keine Antwort mehr geben, sollte man besser passen, denn wer falsch liegt, verliert alle in der laufenden Runde gesammelten Punkte. Oder man zockt einfach und errät die richtige Antwort? Smart 10 Der Herr der Ringe Spieltyp: Quizspiel Autoren: Arno Steinwender & Christoph Reiser Alter: ab 12 Jahren Anzahl: 2-8 Personen Spieldauer: ca. 20 Minuten Preis: für 37,95 Euro |
Dienstag, 25. August 2026
Ein Duell aus Täuschung und Deduktion Spannendes Katz-und-Maus-Spiel für zwei Spieler Perfect Murder
Perfect Murder entführt in die luxuriöse Villa des ermordeten Finanzmoguls Xavier Sterling. Ein Mord ist geschehen, die Liste der Verdächtigen ist lang und jedes Motiv plausibel. Zwei Rollen stehen sich gegenüber: der Mörder, der sein perfektes Verbrechen plant und falsche Spuren legt, und der Detektiv, der mit scharfem Verstand die Wahrheit ans Licht bringen will. Ein psychologisches Katz-und-Maus-Spiel beginnt, bei dem jeder Schritt zählt und jede Information trügen kann.
In diesem asymmetrischen Zwei-Personen-Spiel legt der Mörder zu Beginn geheim fest, welcher der neun Verdächtigen die Tat begangen hat, welche Mordwaffe genutzt wurde und wie der Zugang zum Tatort erfolgte. Innerhalb von acht Runden versucht der Detektiv, diese drei Elemente logisch zu deduzieren. Kartenmechaniken liefern Hinweise zu Merkmalen von Waffen, Personen und Zugängen, während der Mörder aktiv Spuren manipuliert und gezielt in die Irre führt. Reine Logik ersetzt Rätsel, Diskussionen oder Verhöre.Perfect Murder richtet sich an Erwachsene, die anspruchsvolle Denkspiele und taktische Duelle schätzen. Das Spiel bietet hohe Wiederspielbarkeit, intensive Spannung und ein einzigartiges Spielerlebnis, bei dem analytisches Denken und strategische Täuchung aufeinandertreffen.
Perfect Murder
Tobias Tesar
Ab 10 Jahren, für 2 Personen
Spieldauer: ca. 30 Minuten
Preis: ca. 24,99 Euro
Freitag, 17. Juli 2026
Kennerspiel des Jahres 2026: Rebirth
Boss Fighters QR (Michael Palm und Lukas Zach, Pegasus)
Moon Colony Bloodbath (Donald X. Vaccarino, Alea)
Donnerstag, 16. Juli 2026
Spiel des Jahres 2026: Dito!
Martin Ang | 3 bis 7 Personen | ab 10 Jahren
Drei Dinge, die man im Gesicht trägt: Ganz klar: Bart, Brille – und Hochmut. Oder? Bei „Dito!“ versuchen wir, die Assoziationen unserer Mitspielenden zu erahnen. Übereinstimmungen werden belohnt; Extrapunkte gibt es, wenn genau eine andere Person denselben Begriff notiert hat. Die gefundenen Begriffe wollen wir in ein neun Felder großes Raster eintragen und dort Reihen und Spalten abhaken. In jeder Runde wird eine von zwei Kategorien auf der Aufgabenkarte gewählt – von „Länder mit guter Küche“ bis zu „Dafür würden Menschen ihre Seele verkaufen“. Obwohl gegeneinander gespielt wird, kann nur gewinnen, wer sich gut auf die Assoziationswelten der anderen einlassen kann.

Begründung der Jury:
Auf den ersten Blick ist „Dito!“ ein Wettkampf um die meisten Punkte. Im Kern verbindet es uns aber als Gruppe, denn nur über das richtige Erahnen von Gemeinsamkeiten sind wir selbst erfolgreich. Nebenbei lernen wir unsere Mitspielenden besser kennen. Wissen ist nicht gefragt, sondern Verständnis für die Sicht der anderen – und ein taktisches Gespür für die beste Platzierung der Begriffe.
Ebenfalls nominiert:
Cozy Sticker Ville (Corey Konieczka, Unexpected Games)
Morty Sorty Magic Shop (Markus Slawitscheck, Schmidt)
Mittwoch, 15. Juli 2026
Kinderspiel des Jahres 2026: Die Insel der Mookies
für 2 Personen
Altersempfehlung: ab 4
Dauer: ca. 15 Minuten
Preis: ca. 15 Euro
Zwei Kartenstapel – zwei Spielende. Zug für Zug zwei Entscheidungen: Die linke oder die rechte Karte? Die Vorder- oder die Rückseite? Auf jeder Karte finden die Kinder traumhaft illustrierte Mookies aus einer von fünf Familien. Wählen sie das Pflanzen-Mookie, das Fossil-Mookie oder doch das Sonnen-Mookie? Die gewählte Karte kommt auf den eigenen Stapel – mit dem gewählten Mookie nach oben. So geht es hin und her, bis einer der Stapel leer ist. Wer nun von einer Familie die meisten Wesen gesammelt hat, erhält deren Trophäe. Doch Vorsicht – in der Auslage lauern auch Spinnen, die auf den gegnerischen Stapel gespielt werden. Wer von diesen am Ende die Mehrheit hat, verliert eine Trophäe. Ein flotter und stimmiger Wettstreit, mit der richtigen Prise Taktik.
Buh Party (Florian Sirieix und Benoit Turpin, Loki)
Verflixt verzaubert (Thomas Dagenais-Lespérance, Game Factory)
Dienstag, 14. Juli 2026
Masters of the Universe - Filmkritik
Drama, Action, Abenteuer
Die Rückkehr der Muskelmänner: Ein Spagat zwischen Feuilleton und Fankult
Der He-Man-Reboot von Travis Knight hievt Nicholas Galitzine nach Eternia. Das Fantasy-Spektakel spaltet das Publikum: Während die Kritik mit der tonalen Unsicherheit hadert, feiern Enthusiasten eine triumphale Wunscherfüllung.
Dass Hollywood in seiner ungebremsten Nostalgie-Verwertung vor rein gar nichts zurückschreckt, ist ein ungeschriebenes Gesetz der Gegenwart. Doch dass ausgerechnet Mattels archaischer Muskelprotz He-Man, der in den 1980er-Jahren primär als Vorwand zur Vermarktung von Plastikfiguren diente, nun abermals als Action- und Fantasy-Epos aufersteht, besitzt eine ganz eigene Dynamik. Regisseur Travis Knight unternimmt den gewagten Versuch, jener absurd überzeichneten Welt namens Eternia eine unerwartete emotionale Gravitas einzuhauchen.
Das Resultat ist ein faszinierend zweigeteiltes Werk. Einerseits liefert der Film optisch enorme Schauwerte. Wenn Prinz Adam – gespielt von Nicholas Galitzine, der hier das mächtige Zauberschwert schwingt – nach fünfzehnjährigem Exil auf der Erde in seine Heimat zurückkehrt, um Lord Skeletor vom Thron zu stoßen, erstrahlt das Set-Design in opulenter Pracht. Knight verlässt sich glücklicherweise auf haptische Kulissen und visuell durchdachte Welten statt auf sterile digitale Effekte.
Skeletor im Method-Acting-Wahn
Wo das Auge sich an den ausufernden Schwert-und-Magie-Choreografien sattsehen darf, wird der erzählerische Faden jedoch arg strapaziert. Das Skript, an dem gleich vier Autoren (darunter David Callaham) mitgewirkt haben, klaubt sich die Versatzstücke aus der eigenen Trash-Historie zusammen, ohne immer einen konsistenten, modernen Tonfall zu treffen.
Besonders deutlich wird dies bei der Besetzung des Antagonisten. Jared Leto, der Lord Skeletor verkörpert, pflügt mit einem derartigen Furor durch die Szenerie, dass das restliche Ensemble (darunter Camila Mendes und Alison Brie) streckenweise an den Rand gedrängt wird. Letos Interpretation des Totenkopf-Schurken schwankt unentschlossen zwischen Shakespearescher Tragödie und purer Camp-Ästhetik.
Die Rettung durch die Nostalgiebrille
Lässt man den analytischen Zynismus jedoch vor der Kinotür und betrachtet das Spektakel rein als Fan, wandelt sich das Bild grundlegend. Wer als Kind mit Battle Cat durch das Wohnzimmer geritten ist und bei jedem Gewitter „Bei der Macht von Grayskull!“ rufen wollte, bekommt von Travis Knight genau jene bombastische Liebeserklärung serviert, auf die man jahrzehntelang gewartet hat.
Die vermeintlichen Schwächen des Drehbuchs verblassen dann rasch angesichts der schieren Detailverliebt- und Freude, mit der das ikonische Design von Castle Grayskull zum Leben erweckt wird. Aus dieser Perspektive passt selbst Jared Letos exaltiertes Overacting perfekt zu einem Schurken, der im Original schließlich ein schreiendes Skelett in lila Rüstung war. Knight liefert kein tiefschürfendes Programmkino, sondern eine laute, bunte und herrlich kompromisslose Zeitreise in die eigene Kindheit, die für Enthusiasten eine klare Höchstwertung rechtfertigt.
Wertung: 9 / 10
Montag, 13. Juli 2026
Das Sterben des edlen Rächers - The Death of Robin Hood - Filmkritik
Action Abenteuer
Kein Sherwood-Glamour, keine heldenhafte Umverteilung: Regisseur Michael Sarnoski dekonstruiert in "The Death of Robin Hood" den wohl berühmtesten englischen Volksmythos. Hugh Jackman glänzt in diesem bleischweren A24-Drama als gebrochener Mörder, der seiner eigenen Legende nicht mehr entkommen kann.
Die Demontage des Meisterdiebes
Wer bei Robin Hood unweigerlich an den charmanten Errol Flynn, an Kevin Costners popkulturellen Bogenschützen oder gar an unbeschwerte Strumpfhosen denkt, wird in Michael Sarnoskis Neuinterpretation eine abgründige Überraschung erleben. Der Regisseur, der bereits mit dem fabelhaften Trüffelschwein-Drama Pig bewies, wie man Erwartungshaltungen grandios unterläuft, setzt auch hier auf konsequente Entmythisierung. Sein Robin Hood (Hugh Jackman) ist kein edler Rebell, sondern ein vom Krieg gezeichneter, desillusionierter Zyniker.
Nach einem Leben voller Gewalt, das in einer brutalen, fast schon unerträglich rohen Eröffnungssequenz gipfelt, findet sich der gealterte Antiheld schwer verwundet wieder. Der Sherwood Forest ist hier kein romantischer Rückzugsort, sondern ein unwirtliches Fegefeuer, in dem die Geister der Vergangenheit lauern. Die erzählerische Fallhöhe ergibt sich nicht aus dem Kampf gegen einen fiesen Sheriff, sondern aus Robins Ringen mit den eigenen Taten. Die Geschichten über den Beschützer der Armen entlarven sich als nachträgliche Verklärung einer blutigen Realität.
Kammerspiel zwischen Schmutz und Sühne
Inszenatorisch wagt Sarnoski im zweiten Akt einen radikalen Bruch. Wenn die mysteriöse Schwester Brigid (Jodie Comer) den sterbenden Mann rettet und in ihre Obhut nimmt, wandelt sich der düstere Historienthriller zu einem meditativen Kammerspiel. Die opulenten Schauwerte weichen langen, exzellent geschriebenen Dialogen, in denen die Lebenslügen der Titelfigur seziert werden.
Hier wird der Film zu einer schauspielerischen Tour de Force. Hugh Jackman nimmt sich völlig zurück. Sein testosterongeladenes Auftreten aus Wolverine-Zeiten ist einem tiefen, resignierten Verfall gewichen – eine rohe, zutiefst verletzliche Darbietung, die zu den stärksten seiner Karriere zählt. Jodie Comer bildet dazu ein fulminantes moralisches Gegenwicht. Sie ist es, die dem Film in seiner erdrückenden Schwere emotionale Bodenhaftung verleiht. Auch die Bildsprache der A24-Produktion überzeugt: Die Kameraarbeit fängt die schmutzige, raue englische Landschaft in verblassten, fast klaustrophobischen Farben ein.
Fazit: Zäh, aber zutiefst lohnend
The Death of Robin Hood macht es seinem Publikum nicht leicht. Sarnoski verweigert sich beharrlich genreüblichen Konventionen und verlangt den Zusehenden mit einem äußerst gemächlichen Pacing in der zweiten Hälfte einiges an Geduld ab. Wer sich jedoch auf die philosophische Schwere, die unnachgiebige Dunkelheit und das brillante Schauspielduo einlässt, erlebt eine mutige, visuell berauschende Dekonstruktion. Es ist ein faszinierender Abgesang auf das Heldentum – und ein Film, der seinen Mythos ebenso liebevoll wie schonungslos zu Grabe trägt.
Wertung: 8 / 10





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