Für den emotionalen Höhepunkt des Streams sorgten weniger die aktuellen Ankündigungen als vielmehr die eingespielten Videobotschaften der ursprünglichen Gründer. In einem seltenen Moment der Einigkeit meldeten sich John Romero und Tom Hall (gemeinsam in einem Video), der sonst sehr öffentlichkeitsscheue Adrian Carmack sowie Technik-Genie John Carmack zu Wort.
Letzterer, der das Unternehmen vor Jahren verließ, um sich der VR- und später der KI-Forschung zu widmen, scherzte in seiner Botschaft über den Kontrast zwischen seinen heutigen "Petaflops an Tensor-Berechnungen" und den 16-Megahertz-CPUs der Anfangstage. "Wir haben damals ziemlich gute Arbeit geleistet", resümierte Carmack trocken. Dass alle vier Urväter des Studios für das Jubiläum – wenn auch nur virtuell – zusammenkamen, wurde von den Entwicklern als "Besiegelung des Friedens" mit der eigenen, teils turbulenten Geschichte gewertet.
QuakeCon 2026 datiert
Für die Community markiert der Stream auch den Startschuss für die Reiseplanung: Die QuakeCon 2026 findet vom 6. bis 9. August statt. Auch hier steht ein Jubiläum an: Die riesige LAN-Party im texanischen Grapevine feiert ihren 30. Geburtstag. Details zum Ticketverkauf sollen in Kürze folgen, das Event kehrt aber zum gewohnten Termin im Hochsommer zurück.
Daisy kehrt zurück
Inhaltlich hielten sich Martin und Stratton bedeckt, was die Zukunft von Doom: The Dark Ages angeht – mit einer Ausnahme. Auf die Frage nach einem Hinweis ("Nugget") für den kommenden DLC ließ sich Hugo Martin ein einziges Wort entlocken: "Daisy".
Veteranen der Serie wissen: Daisy war das geliebte Hauskaninchen des Doom Slayers, dessen Tod im ersten Teil von 1993 als ursprüngliche Motivation für den Rachefeldzug des Protagonisten diente. Martin betonte, dass dieser Hinweis "bedeutungsvoller ist, als man denkt" und bestätigte damit indirekt, dass das tote Haustier in der kommenden Erweiterung eine zentrale Rolle spielen könnte. Ob als Halluzination, Rückblende oder gar in wiederbelebter Form, blieb offen.
Blick in die "Banker's Box"
Der Rest der Übertragung glich einer Geschichtsstunde. Marty Stratton präsentierte Inhalte einer alten Archivbox ("Banker's Box"), die Dokumente aus der Gründungszeit 1990/91 enthielt. Gezeigt wurden unter anderem der originale Briefverkehr mit Scott Miller von Apogee (der das Shareware-Modell populär machte) sowie Disketten mit Prototypen wie Dangerous Dave. Die Dokumente zeigten anschaulich, wie aus einer Gruppe junger Hacker, die Nintendo-Spiele auf dem PC emulieren wollten, jenes Unternehmen wurde, das kurz darauf mit Wolfenstein 3D und Doom die Spielelandschaft dauerhaft veränderte.
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