
SPIEL FILM SPASS
News, Tests und Kritiken zu Computerspielen, Brettspielen, Comics, Filme und Serien.
Freitag, 3. Juli 2026
Taktisches Früchtchen Farbenfrohes Kartenspiel von Piatnik - Cherry on Top

Mampfalarm im Monsterland - „Monstersnack“ bringt hungrigen Spielspaß auf den Tisch
Ein Memospiel mit großem Spaßfaktor und besonderer Ausstattung: Monstersnack kombiniert klassisches Erinnern mit originellem Spielmaterial und witziger Monster Action. Ideal für Familien, die humorvolle Spieleabende lieben und Wert auf hochwertige, kindgerechte Gestaltung legen.
Monstersnack
Steffen Hacker
Ab 5 Jahren, für 2-4 Personen
Spieldauer: ca. 20 Minuten
Preis: ca. 26,99 Euro
Linktipp: Monstersnack
„Kniffel – Das Duell“: Der Klassiker als packender Zwei-Personen-Würfelwettkampf
Seit über 45 Jahren wird in Wohnzimmern leidenschaftlich gewürfelt, gerechnet und um den Sieg gekämpft – der Spieleklassiker „Kniffel“ begeistert Generationen von Jung und Alt, ob im Original oder in zahlreichen spannenden Varianten. Mit „Kniffel – Das Duell“ präsentiert Schmidt Spiele nun die neueste Weiterentwicklung des beliebten Würfelspiels: eine dynamische Zwei-Personen-Version, in der sich beide Spielenden in einem direkten Würfelwettkampf messen.
Wer schnappt sich zuerst das Full House, den Dreierpasch oder die Kleine Straße? „Kniffel® – Das Duell“ greift den beliebten Mechanismus des Klassikers auf und verwandelt ihn in ein packendes „Tauziehen“ für zwei Personen. Statt die eigenen Ergebnisse wie gewohnt auf dem Block zu notieren, kämpfen beide Spielenden um goldene Holzscheiben. Jede Scheibe steht für eine bestimmte Kombination, die es zu erwürfeln gibt, und kann dank glücklicher Würfe und cleverer Entscheidungen die Seite so lange wechseln, bis sie von einer Person gesichert wurde. Die Person, die zuerst fünf Holzscheiben oder sogar nur drei benachbarte gewinnt, geht als Sieger:in aus dem Duell hervor.
Die neueste Kniffe-Variante wurde von Schmidt Spiele zusammen mit Autor Reiner Knizia entwickelt, der mit „For One – Kniffel bereits für den Würfelspaß für eine Person sorgte und mit „Kniffel7“ eine Variante mit sieben Würfeln kreierte.
Typ: Würfelspiel | Marke: Schmidt Spiele | Anzahl Spielende: 2 Personen | Alter: ab 8 Jahren | Zeit: ca. 15 Minuten | Preis: 14,99 Euro (UVP)
Samstag, 6. Juni 2026
Mafia: The Old Country präsentiert die Man of Honor-Erweiterung beim Summer Game Fest
Die Man of Honor-Erweiterung kann ab sofort auf die Wunschliste gesetzt werden und umfasst zwei neue Kapitel in Enzos Geschichte, in denen er auf Ennio Salieri, den zukünftigen Don der Salieri-Verbrecherfamilie und Hauptantagonisten von Mafia: Definitive Edition, trifft. Außerdem enthält die Erweiterung zusätzliche Inhalte für den Free Ride-Modus.
Zwei neue Kapitel in Enzos Geschichte erleben
Angesiedelt auf Sizilien im Winter des Jahres 1905 hat sich Enzo Favara als zuverlässiger Soldat der Torrisi-Verbrecherfamilie bewiesen. Nun betraut ihn der Don gemeinsam mit Cesare mit einer heiklen Aufgabe: Sie sollen Ennio Salieri unterstützen,einen Mann der Ehre, der kürzlich aus dem Gefängnis entlassen wurde und entschlossen ist, zurückzufordern, was ihm zusteht.An Salieris Seite wird Enzo tiefer in die unberechenbare Unterwelt des Valle Dorata gezogen, wo Loyalität auf die Probe gestellt, Schulden beglichen werden und jeder Schritt Konsequenzen hat.
Enzos Geschichte wird in zwei neuen Kapiteln fortgesetzt, die neue Umgebungen, Waffen, Fahrzeuge und Amulette bieten. Diese Kapitel beleuchten eine bisher ungesehene Ära auf dem Höhepunkt von Enzos Zeit als Soldato. Spieler:innen der Man of Honor-Erweiterung können entweder direkt in die neuen Story-Inhalte einsteigen, sofern sie in der Hauptgeschichte weit genug fortgeschritten sind, oder diese als nahtlosen Bestandteil der Hauptkampagne erleben.
Zusätzliche Free Ride-Inhalte
In den zusätzlichen Inhalten für den Free Ride-Modus schließen sich Spieler:innen mit Salieri zusammen, um durch das Absolvieren einer Reihe neuer, extremer Herausforderungen das große Geld zu machen. Darüber hinaus gibt es neue Sammelobjekte und bislang unbekannte Orte zu entdecken.
Salieri fungiert als Kontaktperson für diese neuen Aktivitäten im Free Ride-Modus, die selbst die Fähigkeiten der elitärsten Mafiosi auf die Probe stellen werden.
Sonntag, 17. Mai 2026
Filmkritik: „Ready or Not 2“: „Ready or Not 2“: Ein herrlich makabres Schlachtfest der Elite
Stand im Zentrum des Erstlings von 2019 noch die panische Flucht der frisch vermählten Grace (Samara Weaving) vor ihrer mörderischen Schwiegerfamilie, dehnt das Sequel die Mythologie nun genüsslich aus. Wie das furiose Filmposter mit seiner blutroten, von Kerzenschein erleuchteten Ästhetik bereits erahnen lässt, beschränkte sich der teuflische Pakt keineswegs auf eine einzige amerikanische Brettspiel-Dynastie. Die Handlung knüpft nahtlos an: Grace wird in einen weitaus größeren, globalen Machtkampf um den Thron eines elitären Rates hineingezogen. An ihrer Seite: ihre entfremdete Schwester Faith (Kathryn Newton), die dem blutigen Treiben – passend zur auf dem Plakat platzierten Kaugummiblase – mit einer wunderbar rotzigen Respektlosigkeit begegnet.
Das ist nicht nur narrativ eine konsequente Weiterentwicklung, sondern erlaubt dem Film auch eine spitzzüngige Milieustudie. Wurde der obszöne Reichtum im ersten Teil noch als exzentrische Marotte karikiert, wird er hier als weltumspannendes, parasitäres System entlarvt. Der Klassenkampf wird wörtlich genommen, und das Drehbuch zielt zielsicher auf die Arroganz jener Eliten ab, die glauben, sich mit genügend Kapital von jeglichen moralischen – und sterblichen – Konsequenzen freikaufen zu können.
Dafür versammelt der Film ein formidables Ensemble, das sich nahtlos in die comichaft überzeichnete Welt einfügt. Sarah Michelle Gellar als durchtriebene Ursula Danforth mit gezücktem Revolver und Shawn Hatosy mit blutigem Morgenstern liefern sich ein absurdes Wettrüsten. Elijah Wood glänzt als diabolischer "Anwalt" der Familien mit Regelwerk unterm Arm, während Körperhorror-Legende David Cronenberg als Patriarchen-Fossil die aristokratische Fäulnis schon fast physisch greifbar macht.
Opulenz trifft auf Gemetzel
Ästhetisch ist der Film ein Triumph der Kontraste. Die Kameraarbeit fängt die dekadente Welt der rivalisierenden Familien in warmen, trügerisch heimeligen Goldtönen ein – ein visueller Pomp, der in herrlich absurdem Widerspruch zu den ausufernden Splatter-Einlagen steht. Wenn antikes Interieur im Hagel von Schrotflinten-Salven und Sturmgewehren zersplittert, wohnt dem eine geradezu anarchische Katharsis inne.
Getragen wird dieses blutrünstige Kammerspiel erneut von Samara Weaving, die sich endgültig als eine der versiertesten "Scream Queens" ihrer Generation etabliert. Ihr Wechselspiel aus traumatisierter Überlebender und abgebrühter Jägerin im blutroten Spitzenkleid gerät nie zur flachen Rache-Fantasie. Stattdessen verleiht sie ihrer Figur eine rauchige, fast schon stoische Resignation gegenüber der Absurdität ihrer Situation.
Fazit
„Ready or Not 2“ ist ein morbid-vergnüglicher Abgesang auf das „Old Money“, der den Spagat zwischen pechschwarzer Komödie und nervenzerfetzendem Action-Thriller mühelos meistert. Ein cineastisches Festmahl, das dem strapazierten Slogan „Eat the Rich“ eine ganz neue, herrlich makabre Note verleiht. Pünktlich zum Kinostart wird hier das Zwerchfell ebenso strapaziert wie das Nervenkostüm.
Wertung: 9/10
Samstag, 16. Mai 2026
Fantasy Ink Ein zauberhaftes Duell
Fantasy Ink ist in ein kreatives Fantasy-Duell voller magischer Wesen. In diesem Spiel wetteifern zwei Parteien darum, ihre Ideen zum Leben zu erwecken, bevor sie verblassen. Runde für Runde werden Würfel aus einem gemeinsamen Pool gewählt und auf Fantasiewesen platziert, um Kapitel zu vollenden. Der Sieg gelingt durch das Abschließen von 20 Kapiteln oder das Sammeln von sieben Symbolen einer Farbe – stets mit dem Ziel, die eindrucksvollsten Wesen und Geschichten zu erschaffen.
Im Mittelpunkt stehen Helden, denn kein Märchen entfaltet ohne sie seine volle Wirkung. Als leidenschaftliche Geschichtenerzähler konkurrieren die Spielenden darum, die spannendsten Helden für ihre Erzählung zu gewinnen. Diese werden mit Geschenken in Form von Würfeln angelockt, die strategisch auf Karten eingesetzt werden. Die Herausforderung besteht darin, Helden rechtzeitig zu überzeugen, bevor sie sich anderen Abenteuern zuwenden. Der Spielsieg erfolgt entweder durch das Vollenden des eigenen Buches oder durch besonders reizvolle Heldenkonstellationen.
Fantasy Ink richtet sich an Familien, erwachsene Spielrunden und Fans von Sky Team. Das Spiel verbindet zugängliche Regeln mit taktischer Tiefe und kreativer Freiheit. Es fördert gemeinsames Erzählen, strategisches Denken und bietet einen hohen Wiederspielwert für unterschiedlichste Zielgruppen.
Fantasy Ink
Luc Rémond
Ab 10 Jahren, für 2 Personen
Spieldauer: ca. 30 Minuten
Preis: ca. 24,99 Euro
Serienkritik: Die Ästhetik des Zorns: Warum "Darth Maul" das Star-Wars-Universum neu definiert - Staffel 1
Staffel 1
8 Episoden
Einst war er nur ein stummes Marketinginstrument mit Doppellichtschwert. Nun widmet sich die neue Serie dem tätowierten Sith-Lord – und liefert eine meisterhafte, düstere Studie über Schmerz, Obsession und den Preis der Rache.
Man muss ehrlich sein: Als Darth Maul 1999 in Episode I – Die dunkle Bedrohung auf der Leinwand erschien, war er weniger eine ausformulierte Figur als vielmehr ein rein choreografisches Versprechen. Ein rot-schwarzer Dämon mit Hörnern, der nach einem unbestreitbar grandiosen Duell buchstäblich in der Versenkung – beziehungsweise einem Reaktorschacht – verschwand. Dass ausgerechnet dieser einstige Handlanger nun das Zentrum des bislang brillantesten Star-Wars-Kapitels im Serienformat bildet, grenzt an ein narratives Wunder.
Die Anatomie der Rache
Die Serie weigert sich standhaft, in jene nostalgischen Fallen zu tappen, die das Franchise zuletzt so oft straucheln ließen. Statt endloser Fan-Service-Cameos und wohliger Space-Opera-Romantik erwartet das Publikum hier ein psychologisches Drama von geradezu antiker Tragik. Wir erleben Maul nicht als glorifizierten Antagonisten, sondern als gebrochenes Konstrukt; eine lebende Waffe, die von ihren Schöpfern weggeworfen wurde und nun in der galaktischen Peripherie verzweifelt nach einem eigenen Zweck sucht.
Die Inszenierung ist dabei von einer faszinierenden, fast schmerzhaften Rohheit. Die Kameraarbeit fängt die Schmutzigkeit der Unterwelt mit einer Präzision ein, die stark an den Neo-Noir-Stil erinnert. Wenn das ikonische rote Doppellichtschwert zündet, ist dies kein Moment des Triumphs, sondern der Ausbruch einer tief sitzenden, unkontrollierbaren Agonie. Die Kämpfe sind nicht bloß durchgestylter Tanz, sie sind brutale, verzweifelte Überlebenskämpfe, in denen jeder Schlag das Trauma der Hauptfigur physisch spürbar macht.
Shakespeare im Outer Rim
Was das Skript hier leistet, ist eine bemerkenswerte Dekonstruktion der sogenannten Dunklen Seite der Macht. Maul wird nicht als eindimensional böse gezeichnet, sondern als Opfer eines toxischen Systems galaktischer Machtspiele – instrumentalisiert von den Nachtschwestern von Dathomir, missbraucht und verraten von Darth Sidious. Die Dialoge sind karg, aber messerscharf; das Wesentliche wird über die physische Präsenz und die drückende Stille zwischen den Worten kommuniziert.
Es ist eine Studie der Obsession, die in ihrer Konsequenz an literarische Klassiker heranreicht. Maul ist ein galaktischer Ahab, der seinen weißen Wal – seien es nun die Jedi im Allgemeinen oder Kenobi im Speziellen – mit einer autoaggressiven Verbissenheit jagt, die ihn unweigerlich selbst verzehrt.
Fazit:
"Darth Maul" wagt das Unmögliche: Die Serie nimmt das popkulturelle Gepäck eines rein ästhetischen Designs der späten Neunzigerjahre und gießt daraus ein radikales, kompromissloses Meisterwerk. Die Showrunner beweisen eindrucksvoll, dass im oft so formelhaft gewordenen Star-Wars-Kosmos noch immer Platz für echte, erzählerische Brillanz ist – wenn man nur den Mut aufbringt, lange genug in den Abgrund zu blicken. Ein dunkler, brachialer und emotional niederschmetternder Triumph. Ein makelloser Auftakt der 1 Staffel, der lange nachhallt.
Wertung: 10 / 10
Freitag, 15. Mai 2026
Neue Herausforderung in Borderlands 4: Kostenloses Raid-Boss-Update erscheint am 28. Mai

Wer das Endgame von Borderlands 4 bereits ausgereizt hat, bekommt Ende des Monats einen guten Grund, erneut in die Schlacht zu ziehen. Am 28. Mai wird das zweite große Raid-Boss-Update für alle Spieler auf PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S freigeschaltet. Im Mittelpunkt stehen dieses Mal zwei völlig neue Boss-Gegner, die selbst bestens ausgerüsteten Teams alles abverlangen dürften.
Subjugator und Thol der Unbesiegbare stehen im Dienst des Zeitwächters und leben abgeschieden auf einer Insel vor der Küste der Fadefields, wo sie auf Herausforderer warten. Die Begegnung beginnt als Tag-Team-Kampf gegen den schwebenden Subjugator und den massigen Thol. Sobald einer der beiden besiegt wurde, zieht sich der verbleibende Boss in eine eigene Arena zurück, um in einer aufgestiegenen Form seine volle Macht zu entfalten und ein Duell auf Leben und Tod auszulösen.
Kammer-Jäger, die es schaffen, dieses Duo zu besiegen, haben die Chance auf mächtige neue Belohnungen:
Eine neue perlmuttfarbene Waffe: Jail-Broken Gatling (Order-SMG): Jeder Treffer gegen einen Gegner gewährt einen Buff, der Feuerrate, Schaden, Waffenrückstoß und die Chance erhöht, zusätzliche Projektile abzufeuern.
Vier neue legendäre Gegenstände:
- Shammy Kablammy (Tediore-Pistole): Tränkt Gegner mit heißem Moonshine und schleudert beim Nachladen ein explosives Projektil, das getränkte Gegner mit Brandschaden verbrennt. Der Schaden skaliert mit der Anzahl der entzündeten Ziele.
- Flak Cannon (Vladof-Schwerwaffen-Ordnanz): Zerlegt Gegner mit einem Kugelhagel.
- Collector (Order-Schild): Übersteht jeden Sturm mit enormer Kapazität und schneller Aufladerate, ausgeglichen durch eine längere Aufladeverzögerung.
Fünf neue Klassen-Mods: Für jeden aktuellen Kammer-Jäger wird ein einzigartiger Klassen-Mod verfügbar sein. Ein sechster Klassen-Mod wird diesem Loot-Pool im 3. Quartal 2026 hinzugefügt, wenn der nächste Kammer-Jäger mit Story-Pack 2 erscheint.
Neue Firmware: Active Fire: Auf Stufe 3 verursacht der voll aufgeladene Schuss einer Aufladewaffe Bonusschaden, wenn er genau in dem Moment abgefeuert wird, in dem er verfügbar ist. Präzises Timing wird dadurch mit erhöhter Durchschlagskraft belohnt.
Zur Erinnerung: Spieler:innen müssen die Hauptkampagne abgeschlossen haben, bevor sie sich Subjugator und Thol dem Unbesiegbaren stellen können. Schaltet außerdem am 26. Mai beim Gearbox DevCast ein. Dort gibt es einen Deep Dive zum Design und zur Lore hinter diesem furchteinflößenden Doppel-Bosskampf sowie einen ersten Blick auf die Kampfarena der Raid-2-Begegnung.
Für engagierte Kammer-Jäger, die sich durch die höchsten Stufen des Ultimativen Kammer-Jäger-Modus (UVHM) kämpfen, hebt Version 1.7 außerdem die Level-Obergrenze auf UVHM-Level 7 an. Zusätzlich enthält das Update eine von der Community gewünschte Umschaltoption für geteilten Charakterfortschritt. Diese Funktion wurde ursprünglich mit Version 1.5 eingeführt und ermöglicht es Spieler:innen, Fortschritte bei SDUs, Sammelobjekten und mehr zu teilen. Mit der neuen Umschaltoption können Spieler:innen nun einen neuen Kammer-Jäger mit komplett sauberem Spielstand erstellen und Kairos noch einmal so entdecken, als wäre es das erste Mal.
Update 1.7, einschließlich Subjugator und Thol der Unbesiegbare, ist der neueste kostenlose Drop aus der kommenden Content-Roadmap. Mit Blick nach vorn ist Version 1.8 für Ende Juni geplant. Sie führt am selben Tag einen kostenlosen Takedown sowie den kostenpflichtigen DLC Bounty Pack 3 ein.
Mars-Kolonisation für die Ewigkeit: "Terraforming Mars" erhält einen Legacy-Ableger
Eines der populärsten Brettspiele der Welt wagt den Schritt zur fortlaufenden Kampagne. Auf der Crowdfunding-Plattform Gamefound präsentiert Stronghold Games "The Legacy of Mars".
Wenn Brettspiel-Fans an die Besiedlung des Roten Planeten denken, fällt unweigerlich ein Name: Terraforming Mars. Das strategische Schwergewicht von Autor Jacob Fryxelius ist seit Jahren ein absoluter Dauerbrenner auf den Spieltischen. Nun kündigen Stronghold Games und FryxGames den nächsten großen Wurf für die interplanetaren Mega-Konzerne an: Eine Legacy-Version.
Unter dem Titel The Legacy of Mars wandelt sich das bekannte, ressourcengetriebene Engine-Building-Prinzip zu einer epischen, zusammenhängenden Geschichte. Das "Legacy"-Format bedeutet im Brettspieljargon, dass Entscheidungen dauerhafte Konsequenzen haben. Spielmaterial wird über Partien hinweg permanent verändert – durch Sticker, Markierungen oder gar zerstörte Karten –, während sich der Spielplan von Spiel zu Spiel weiterentwickelt.
Der Clou dabei: Die Kampagne beschränkt sich nicht nur auf das Terraforming des Roten Planeten. Die Spieler treiben die Expansion der Menschheit als Pioniere auch in das weitere Sonnensystem voran.
Das liefert die Box laut Ankündigung der Entwickler:
Gewaltiger Umfang: Über 600 einzigartige Projektkarten.
Neue Spielwelten: 4 unterschiedliche Maps für abwechslungsreiche Phasen der Kampagne.
Ausstattung: Doppellagige Spieler-Tableaus (Dual-Layer Boards) und eigens gefertigte "Parameter-Miniaturen".
Spielmodi: Ein dedizierter Solo-Modus ist direkt in der Box inkludiert.
Hirnjogging statt Zwillingssuche: Warum "Wort im Wort" das Memo-Genre entstaubt - Test / Review
Der Wiener Spieleverlag Piatnik bringt mit "Wort im Wort" eine clevere Abwandlung des Spieleklassikers auf den Tisch. Ein Testbericht über kognitive Stolpersteine und die Eule in der Keule.
Memory, oder wie es lizenzrechtlich unverfänglich meist schlicht „Memo“ genannt wird, haftet ein etwas zwiespältiger Ruf an. Kinder lieben es, weil sie Erwachsene dabei dank ihres unverbildeten Kurzzeitgedächtnisses regelmäßig gnadenlos abziehen. Erwachsene wiederum ertragen es – meist mit einem gequälten Lächeln –, bis der Nachwuchs endlich im Bett ist. Mit Wort im Wort von Autorin Steffi-Maria Schlinke wagt der Wiener Traditionsverlag Piatnik nun den Versuch, diese asymmetrische Spieldynamik am Tisch aufzubrechen. Und das gelingt erstaunlich gut.
Die Eule in der Keule
Das Prinzip bleibt im Kern vertraut: Kärtchen liegen verdeckt auf dem Tisch, wer an der Reihe ist, deckt zwei auf. Doch anstatt das exakt gleiche Zwillingsbildchen zu suchen, fordert Wort im Wort einen kognitiven Zwischenschritt. Die quadratischen Plättchen zeigen zwar hübsch illustrierte Alltagsgegenstände und Tiere, doch das gesuchte Paar zeichnet sich durch eine linguistische Symbiose aus: Ein Wort muss komplett im anderen enthalten sein.
Deckt man also die Eule auf, sucht man nicht die zweite Eule, sondern – völlig logisch – die Keule. Im Bild der Ameise versteckt sich das Eis, aus dem Brot lacht das Rot, und wer die Eier aufdeckt, sucht am Tisch inständig nach der Feier. Das klingt auf dem Papier nach einer banalen linguistischen Aufwärmübung für die dritte Klasse Volksschule, entpuppt sich in der Praxis aber rasch als veritable Gehirnakrobatik.
Das Bild-Wort-Schisma
Der Clou des Spiels liegt in der Übersetzung vom Visuellen ins Verbale. Das menschliche Gehirn ist naturgemäß darauf getrimmt, Bilder als Konzepte abzuspeichern, nicht als starre Buchstabenfolgen. Wenn also das Bild eines Insekts aufgedeckt wird, meldet der Cortex zuerst „Käfer“, „Tier“ oder eben „Ameise“. Diese visuelle Information dann bruchteilschnell in ihren phonetischen Bestandteil zu zerlegen und parallel nach dem passenden Gegenstück („E-i-s“) auf dem Tisch zu fahnden, sorgt selbst bei sprachaffinen Erwachsenen für charmante Aussetzer.
Insgesamt 27 solcher ungleichen, aber sprachlich verwandten Paare warten darauf, gefunden zu werden. Die Altersvorgabe ab acht Jahren ist dabei durchaus treffend gewählt. Jüngere Kinder scheitern weniger am Gedächtnis als an der fehlenden semantischen Flexibilität, während Erwachsene oft schlichtweg viel zu kompliziert denken.
Fazit
Wort im Wort erfindet das Genre der Legekartenspiele gewiss nicht neu, fügt der oft repetitiven Zwillingssuche aber einen erfrischenden, sprachlichen Twist hinzu. Es verzichtet auf die allzu stark erhobene Pädagogik-Keule (Wortspiel beabsichtigt) und liefert stattdessen schnelle, unkomplizierte Unterhaltung, die das Hirn sanft massiert, ohne es zu überfordern. Ein kompaktes und cleveres Mitbringsel, das in der angegebenen Spieldauer von knackigen 20 Minuten genau das hält, was es verspricht.
Wertung: 8/10
Donnerstag, 14. Mai 2026
Classic Review: Macht, Pfeffer und ein bisschen frommer Schwindel: „Colonia“ im Brettspiel-Test -

Der Preis der Heiligkeit: „Colonia: 1322 A.D.“ im Brettspiel-Test
Im Köln des 14. Jahrhunderts wird um Macht, Moneten und fromme Relikte gerungen. Queen Games liefert mit dem Strategiespiel von Autor Dirk Henn einen anspruchsvollen und grandios verzahnten Wirtschaftskrimi ab, der den Geist der Hanse atmet.
Es ist das Jahr 1322. Köln ist nicht nur die größte Metropole des Heiligen Römischen Reiches, sondern auch ein logistischer Knotenpunkt par excellence. Wer hier das Sagen hat, dessen Arm reicht weit über den Schatten des unvollendeten Doms hinaus. Genau in diese Blütezeit des patrizischen Einflusses versetzt uns „Colonia: 1322 A.D.“ aus der Feder von Erfolgsautor Dirk Henn („Alhambra“).
Das Spielziel ist dabei so historisch zynisch wie spielerisch reizvoll: Es gilt, den florierenden europäischen Handel zu dominieren, um den erwirtschafteten Reichtum sogleich wieder in das damals ultimative Statussymbol zu investieren – heilige Reliquien. Denn nach einer festgesetzten Anzahl an Spielrunden, die jeweils ein historisches Halbjahr repräsentieren, gewinnt schlichtweg jenes Familienoberhaupt, das durch diese frommen Artefakte die meisten Siegpunkte auf sich vereinen konnte. Wer am Ende die ruhmreichste Reliquiensammlung vorweist und das meiste Prestige genießt, entscheidet die Partie für sich.
Machtpoker hinter Sichtschirmen
Um dieses Ziel zu erreichen, reicht simple Buchhaltung jedoch nicht aus. Die Prämisse mag auf den ersten Blick wie klassisches Ressourcenmanagement klingen – Rohstoffe einkaufen, Veredelungsprozesse anstoßen, Waren verschiffen –, doch Henn webt daraus ein psychologisches Meisterstück. Das Herz des Spiels schlägt in seiner Bietphase. Die Oberhäupter der Patrizierfamilien entsenden ihre Gefolgsleute nicht einfach gemütlich auf freie Aktionsfelder, sondern setzen sie im Verborgenen hinter massiven Sichtschirmen ein.
Erst wenn alle ihre begrenzten familiären Ressourcen verteilt haben, fallen die Schranken. Das Resultat ist jedes Mal eine herrliche Mischung aus strategischem Triumph und fassungslosem Entsetzen.
Von Nowgorod bis Brügge
Die Mechanik belohnt Voraussicht und bestraft Zauderer. Um die wertvollsten Reliquien aus europäischen Handelsmetropolen wie London, Bergen oder Brügge in die Kölner Heimat zu importieren, bedarf es einer perfekt geölten Lieferkette. Erz muss rechtzeitig auf dem Markt beschafft und zu Eisen verhüttet, Wolle in feine Tuche verwandelt werden. Alles muss schließlich in den richtigen Momenten auf die Schiffe verladen werden, um maximalen Profit abzuwerfen.
Die Interaktion am Tisch ist dabei erfrischend hoch: Die Märkte reagieren aufeinander, die lukrativsten Schiffsplätze sind notorisch knapp, und ein rechtzeitig ergatterter Ratssitz kann bei Gleichständen im Biet-Duell das absolute Zünglein an der Waage sein.
Besondere Erwähnung verdient die redaktionelle und materielle Umsetzung. „Colonia: 1322 A.D.“ klotzt mit einer Opulenz, die dem Thema absolut gerecht wird. Hunderte Holzteile und ein überdimensionaler, wunderschön illustrierter Spielplan machen das Wirtschaftsringen zu einem haptischen Genuss, der die Übersichtlichkeit trotz der Spieltiefe jederzeit wahrt. Spannungsbogen, der sich Runde für Runde neu aufbaut.
Trotz des enormen strategischen Gewichts fühlt sich das Spiel erstaunlich flüssig an. Die Regeln verlangen zwar eine aufmerksame Einarbeitung, doch sobald die Räder ineinandergreifen, offenbart sich eine bemerkenswerte Eleganz. Wo andere Spiele dieses Genres oft in trockener Buchhaltung enden, hält „Colonia“ die Interaktion am Tisch stets lebendig. Man baut nicht isoliert vor sich hin, sondern ist ständig gezwungen, auf die Taktiken der anderen zu reagieren. Die Verzahnung der einzelnen Marktplätze, Ratssitze und Handelsrouten ist meisterhaft ausbalanciert.
Fazit
„Colonia: 1322 A.D.“ ist kein Spiel für harmoniebedürftige Bauherren, die am liebsten ungestört auf ihrem eigenen Tableau vor sich hin wirtschaften. Es ist ein hochinteraktives, elegantes und vor allem erfreulich konfrontatives Ringen um Einfluss, perfektes Timing und die heiligsten Reliquien. Dirk Henn beweist hier eindrucksvoll, dass ein anspruchsvolles Wirtschaftsspiel nicht in staubtrockener Rechnerei enden muss. Ein herausragendes Strategie-Schwergewicht, das durch seine psychologische Tiefe bei jedem neuen Aufbau frisch und fordernd bleibt.
Wertung: 9 / 10
Sonntag, 10. Mai 2026
Diablo Immortal x StarCraft: Interstellare Bedrohung trifft auf Sanktuario
Die Wut der Zerg wird mit dem neuen legendären Edelstein Fluchgeschwür entfesselt und in ätzenden Explosionen in den feindlichen Linien einschlägt. Spieler*innen können in Verseuchte Risse vordringen, die Realität in „Dunkler Aufstieg“ durchbrechen und mit einem neuen Phantommarkt zur Königin der Klingen selbst aufsteigen.
- Die Tal'darim in „Dunkler Aufstieg“: Während des Ereignisses „ Äon der Sterne“ (vier Wochen Belohnungszyklen) können Spieler*innen Einheiten der Templer der Tal'darim und der aufgestiegenen Archons in einem zeitlich begrenzten Bosskampf herausfordern, der für Diablo Immortal neu konzipiert wurde. Bis zu vier Spieler*innen können sich zusammenschließen, ereignisspezifische Ziele erreichen und exklusive Belohnungen erhalten.
- Verseuchte Risse: Ältestenportale können während „Äon der Sterne“ mutieren, was sie mit Truppen der Zerg überzieht und den wilden Hydralisk als Boss einführt. Diese Risse müssen geschlossen werden, um exklusive legendäre Waffen mit speziellen Affixen zu erhalten.
- Der Kampf um das Jenseits in einem speziellen Eroberer-Modus: Eine spezielle Eroberer-Variante führt fraktionsbezogene Schreine ein, die mit den ikonischen Streitkräften von StarCraft verbunden sind. Spieler*innen müssen Schreine aktivieren, um mächtige Kugeln freizusetzen, welche die von ihnen gewählte Fraktion unterstützen:
- Stimpack (Terraner): +30 % Angriffs- und Bewegungsgeschwindigkeit für 8 Sekunden
- Gift (Zerg): Angriffe verschießen Giftgeschosse, die einen Schaden-über-Zeit-Effekt auslösen
- Schilde (Protoss): Errichtet einen Schutzschild, der Schaden absorbiert.
Während eines Matches erscheinen nur Kugeln, die der ausgewählten Fraktion entsprechen.
Sammle von Starcraft inspirierte Vertrautenskins
Zergling stürzt sich mit unaufhaltbarer Geschwindigkeit und von unbändiger Wut getrieben in die Schlacht. Wenn er an der Seite der Spieler*innen kämpft, können tragbare Fertigkeiten ohne Abklingzeit eingesetzt werden, wodurch der Kampf zu einem ununterbrochenen Sturmangriff wird.
Samstag, 9. Mai 2026
Die Sims 4 kündigt das Die Sims 4 Lady Bridgertons Maskenball-Mode-Set und das Die Sims 4 Lady Bridgertons Maskenball-Saal-Set an
Die Sims geben zwei neue Sets bekannt, die in Zusammenarbeit mit Netflix und Shondaland entstanden sind: Die Sims 4 Lady Bridgertons Maskenball-Mode-Set und Die Sims 4 Lady Bridgertons Maskenball-Saal-Set. Die Sets erscheinen am 14. Mai
Mit diesen neuen Inhalten können Spieler:innen ihre Sims in wallende Ballkleider, maßgeschneiderte Anzüge und geheimnisvolle Masken hüllen und sie in gewaltigen Ballsälen inmitten von Kronleuchtern, Blumengestecken und opulenten Dekorationen tanzen lassen. Für Simmer:innen, die sich keine neuen Inhalte entgehen lassen wollen, gibt es das Maskenball-Bundle, das beide Sets und drei exklusive Objekte enthält, die von der feinen Gesellschaft inspiriert sind.
Die Feierlichkeiten in Die Sims 4 beginnen am 12. Mai mit einem zeitlich begrenzten Anmelde-Event, das über 22 Belohnungen liefert, darunter Mode, Dekorationen und sogar ein neues Merkmal, mit dem sich die eigenen Sims von anderen abheben werden.
Sonntag, 12. April 2026
Anno 117: Pax Romana – Die Verheißung des Vulkans erscheint am 23. April
Samstag, 11. April 2026
Bei Pegasus Spiele sind Neuausgaben von Kingdomino und Crazy Coconuts erschienen
Freitag, 10. April 2026
Cupra Raval Event - Weltpremiere
Die CUPRA City Garage lud zur Weltpremiere des Raval. Wo früher bloß Autos verkauft wurden, wird heute das Lebensgefühl einer neuen Generation inszeniert. Ein Abend zwischen Barcelona-Vibe, Elektro-Euphorie und dem Mut zur Kante.
Wer die CUPRA City Garage betritt, vergisst schnell, dass er sich in der konservativen Nachbarschaft des ersten Bezirks befindet. Sichtbeton, Neonlicht und ein Soundteppich, der eher nach einem Club im namensgebenden Viertel in Barcelona klingt als nach einem Autohaus. Der Anlass: Die Weltpremiere des CUPRA Raval.
Vom Konzept zur Straße
Hannes Kolar und eine exklusive Gästeschar waren geladen, um den jüngsten Spross der spanischen Performance-Marke zu begutachten. Der Raval ist nicht einfach nur das nächste Elektroauto im VW-Konzernregal; er ist das Statement einer Marke, die verstanden hat, dass die Zukunft der Mobilität emotional besetzt sein muss, wenn sie überleben will.
Der Wagen selbst gibt sich kompakt, aber angriffslustig. Benannt nach dem El Raval, dem pulsierenden, rauen Herzen Barcelonas, spiegelt das Design genau diese Dualität wider:
Scharfe Linien: Keine Spur von der rundgelutschten Aerodynamik klassischer Stromer.
Nachhaltigkeit mit Stil: Materialien, die recycelt sind, aber nach High-Tech aussehen.
Urbaner Fokus: Ein Fahrzeug, das für die Stadt gebaut wurde, aber den Parkplatz nur als Boxenstopp versteht.
Mehr als nur Blech
Das Event in der City Garage unterstrich den Anspruch von Cupra, mehr als eine Automarke zu sein. Es geht um die "Tribe-Mentalität". Zwischen Drinks und Networking wurde deutlich: Der Raval soll das Einstiegsmodell in eine Welt sein, in der Elektromobilität nicht als Verzicht, sondern als Rebellion gegen das Langweilige verkauft wird.
"Wir feiern hier nicht nur ein Auto, sondern einen Moment der Markenentwicklung", war der Tenor des Abends.
Fazit
Mit dem Raval beweist Cupra, dass sie den Zeitgeist fest im Griff haben. Die Veranstaltung war perfekt kuratiert – von der Gästeliste bis zur Lichtinszenierung. Bleibt nur abzuwarten, ob der Raval auf der Straße hält, was die Party versprochen hat. Der erste Eindruck jedenfalls ist wie das Viertel selbst: Laut, bunt und verdammt selbstbewusst.
Donnerstag, 26. März 2026
Luxus in der Kellergasse: Mörwald präsentiert neue Lodges am Weinberg
Am Mittwochnachmittag lud die Gastronomie-Dynastie Mörwald zur exklusiven Besichtigung ihres neuesten Projekts am Wagram. Bei zünftiger Kellerjause und regionalen Weinen wurde das Konzept der naturnahen "Lodges am Weinberg" vorgestellt.
Der Weg zum neuen Rückzugsort am Wagram begann für die geladenen Gäste überaus komfortabel: Pünktlich ab 15:30 Uhr pendelte ein Shuttle-Service vom bekannten Hotel am Wagram in der Kleinen Zeile hinauf in die idyllischen Rieden. Das Ziel der kurzen Reise war der Mörwald "Weinblick" in der historischen Kellergasse von Feuersbrunn – eine Kulisse, die treffender für das anstehende Programm kaum hätte sein können.
Ganz in der Tradition des Hauses Mörwald kam auch der kulinarische Aspekt bei der Vorstellung nicht zu kurz. Die architektonischen und touristischen Visionen wurden von einer klassischen Kellerjause begleitet. Regionale Spezialitäten und sorgfältig ausgewählte Wagramer Weine boten den passenden Rahmen, um die Eindrücke der neuen Lodges in entspannter Atmosphäre zu diskutieren.
Nach gut zwei Stunden klang die Veranstaltung im "Weinblick" aus. Mit den neuen Lodges erweitert Mörwald sein Portfolio in Feuersbrunn um einen weiteren Baustein und stärkt den Wagram einmal mehr als Destination für anspruchsvolle Genießer.
Jumbo präsentiert neue Funtasy Family-Charaktere
Jumbo präsentiert neue Funtasy Family-Charaktere
Funtasy Family kombiniert Aufgaben der realen Lebenswelt mit fantasievollen Details, um Kindern magische und interaktive Erlebnisse zu bieten. Drei neue tierische Kiss-meez-Freunde – Eule, Igel und Hamster – fördern die emotionale Entwicklung und das fantasievolle Spiel. Nebenbei lernen Kinder ab 3 Jahren, was es heißt, Verantwortung zu übernehmen. Denn die süßen Wegbegleiter brauchen Pflege, Zuwendung und müssen natürlich auch gefüttert werden. Somit passen die plüschigen Gesellen optimal in das Sortiment des niederländischen Spieleverlags Jumbo.
Kiss-meez – Eule
Wer diese entzückende Eule küsst, wird sogleich mit einem Küsschen belohnt. Denn in jedem Kiss-meez steckt ein Mikrofon, das Kussgeräusche erkennt und sogleich erwidert. Wird sie am Kopf gekitzelt, reagiert das interaktive Haustier mit lustigem Kichern oder Liedern. Damit das besonders flauschige Fell der türkisen Eule auch weich bleibt, muss es regelmäßig gekämmt werden.
Altersempfehlung: ab 3 Jahren
Kiss-meez – Igel
Mit dem Kiss-meez Igel trifft eine süße Fantasyfigur auf liebevolles Spiel und Spaß. Seine in knalligem Pink gehaltenen Stacheln sind erstaunlich weich. Mit der richtigen Pflege wird das auch lange so bleiben. Sein Lieblingsessen sind übrigens Weintrauben. Der interaktive Igel reagiert auf Kitzeln mit Gekicher, er singt Lieder und erwidert sogar Küsse. Ein tierischer Freund fürs Leben.
Altersempfehlung: ab 3 Jahren
Unverbindlich empfohlener Verkaufspreis: 14,99 Euro
Kiss-meez – Hamster
Lila Fell, rosa Bäckchen und ein blaues Herz am Bauch – das ist der brandneue Kiss-meez Hamster. Genau wie seine tierischen Freunde ist auch er kitzelig und voller Liebe. Damit es ihm so richtig gut geht, braucht er regelmäßig Futter, Pflege und Streicheleinheiten. Dann stehen gemeinsamen Abenteuern nichts mehr im Weg: Einfach der Fantasie freien Lauf lassen und Spaß haben.Altersempfehlung: ab 3 Jahren
Der Rausch im Rhythmus des Zelluloids: „Marty Supreme“ - Filmkritk
Kinostart: 26.02.2026
Genre: Komödie, Drama
Filmdauer: 2h 31m
Es gibt Regisseure, die das Kino als Ort der Kontemplation begreifen. Und dann gibt es Josh Safdie. Gemeinsam mit seinem Bruder Benny hat er in Filmen wie Uncut Gems (Der schwarze Diamant) das Kino der permanenten Panikattacke perfektioniert. Nun, auf Solopfaden wandelnd, drosselt Safdie in Marty Supreme scheinbar das Tempo – nur um die nervöse Energie seiner Figuren in die klaustrophobische Arena einer Tischtennisplatte zu verlagern.
Der Habitus des Getriebenen
Lose basierend auf der Biografie der New Yorker Ping-Pong-Legende Marty Reisman, entwirft Safdie ein US-Sittenbild der 1950er-Jahre, das weit entfernt ist von der pastellfarbenen Vorstadt-Nostalgie, die diese Dekade sonst oft im Kino prägt. Im Zentrum steht Timothée Chalamet als titelgebender Marty. Chalamet, dessen androgynes Charisma ihn längst zur globalen Chiffre für verletzliche Männlichkeit gemacht hat, legt hier eine kantige, beinahe physisch schmerzhafte Performance hin. Sein Marty ist ein Getriebener, ein Savant des Zelluloidballs, der hinter seiner dicken Brille und den maßgeschneiderten Hemden eine tiefe, fast autistische Isoliertheit verbirgt.
Ein absurdes, aber geniales Ensemble
Der wahre Coup von Marty Supreme liegt jedoch nicht nur in der audiovisuellen Brillanz (das ständige Klick-Klack des Balls fungiert als manischer Metronom-Takt des Films), sondern in Safdies exzentrischem Casting. Gwyneth Paltrow kehrt in einer Nebenrolle auf die Leinwand zurück und verleiht dem Film eine eisige, aristokratische Gravitas, die wunderbar mit dem schweißgetränkten New Yorker Untergrund kontrastiert. Noch überraschender: Musiker Tyler, the Creator, der in seinem Schauspieldebüt eine so natürliche Präsenz mitbringt, dass man sich fragt, warum er nicht längst für das Kino entdeckt wurde.
Fazit
Marty Supreme ist ein Film über die fatale amerikanische Illusion, dass absolute Meisterschaft zwangsläufig zu absolutem Glück führt. Safdie dekonstruiert den klassischen Sportfilm und liefert stattdessen eine fiebrige Milieustudie. Ein Triumphzug für Chalamet und der endgültige Beweis, dass Josh Safdie auch als Solo-Akteur zu den wichtigsten Stimmen des US-Gegenwartskinos zählt.
Wertung: 9/10
Sonntag, 15. Februar 2026
Orpheus im Rost-Look: „Return to Silent Hill“ überzeugt nur halb - Filmkritik
Kinostart: 05.02.2026
Genre: Horror
Filmdauer: 1h 47m
Christophe Gans wagt sich an den heiligen Gral des Psycho-Horrors. Die Adaption von „Silent Hill 2“ ist ein bildgewaltiger Abstieg in die Hölle, der jedoch unter der Last seiner Vorlage und einem blassen Protagonisten ächzt.
Es ist fast zwanzig Jahre her, dass Christophe Gans mit dem ersten Silent Hill-Film bewies, dass Videospielverfilmungen nicht zwingend wie billiger Trash aussehen müssen. Nun kehrt der französische Ästhet zurück in den Nebel und nimmt sich mit Return to Silent Hill jenen Stoff vor, der in Fankreisen nur flüsternd und mit ehrfürchtigem Schaudern genannt wird: die Geschichte von James Sunderland.
Die Adaption des zweiten Teils der Spielreihe gilt als Herkulesaufgabe. Es ist keine simple Fluchtgeschichte, sondern eine Parabel auf Schuld, Sühne und toxische Maskulinität. Gans liefert erwartungsgemäß große Bilder, vergisst dabei aber bisweilen, dass ein Film mehr braucht als nur perfekt ausgeleuchteten Rost.
Ein Brief aus dem Jenseits
Die Prämisse bleibt dem Original treu: James Sunderland (Jeremy Irvine) ist ein gebrochener Mann. Seine große Liebe Mary ist tot, doch ein Brief in ihrer Handschrift lockt ihn zurück an ihren „besonderen Ort“: Silent Hill. Was folgt, ist der klassische Orpheus-Mythos, nur dass die Unterwelt hier nicht nach Schwefel riecht, sondern nach Schimmel und Desinfektionsmittel.
Visuell ist das – man muss es so sagen – eine Wucht. Wenn die Sirene heult und die Realität sich wie verbrannte Haut abschält, um das stählerne Skelett der „Otherworld“ freizulegen, ist Gans in seinem Element. Die Kamerafahrten sind elegant, der Nebel ist dick, und Akira Yamaokas ikonischer Score drückt zuverlässig auf die Melancholie-Drüse. Man spürt: Hier ist ein Regisseur am Werk, der die Vorlage liebt. Vielleicht zu sehr.
Das Problem mit James
Das Herzstück der Geschichte steht und fällt mit James Sunderland. Im Spiel war er ein unzuverlässiger Erzähler, dessen stoische Ruhe gruseliger wirkte als jedes Monster. Im Film wirkt Jeremy Irvine (War Horse) oft schlicht überfordert.
Er navigiert durch den Nebel mit einem permanenten Ausdruck leidender Verwirrung, der zwar zum Szenario passt, aber kaum emotionale Tiefe zulässt. Die Chemie mit den Nebenfiguren – etwa der tragischen Angela oder der mysteriösen Maria – bleibt Behauptung. Wo das Spiel den Horror aus der psychologischen Isolation zog, setzt der Film auf externe Schauwerte.
Fan-Service als Stolperstein
Und dann sind da die Monster. Natürlich darf der „Pyramid Head“ nicht fehlen, jenes maskuline Ungetüm mit dem Riesenschwert. Doch während er im Spiel eine spezifische psychologische Bedeutung für James hatte, wirkt er hier oft wie ein bestellter Partygast, der auftaucht, weil die Fans ihn auf dem Plakat sehen wollten. Die Kreaturen, von den „Mannequins“ bis zu den Krankenschwestern, sind herrlich grotesk designt (Gans setzt lobenswerterweise oft auf praktische Effekte statt nur CGI), aber sie verkommen zu Hindernissen in einem Hindernislauf, dem die dramaturgische Dringlichkeit fehlt.
Fazit
Return to Silent Hill ist besser als die katastrophale Fortsetzung Revelation (2012), aber er erreicht nicht die geschlossene Atmosphäre des Erstlings von 2006. Gans inszeniert eine wunderschöne Geisterbahnfahrt, die Fans der Spiele viele „Aha“-Momente beschert. Doch wer nicht weiß, warum James wirklich in der Stadt ist, wird von der wirren Narration eher irritiert als gefesselt sein. Es bleibt ein atmosphärischer, aber seltsam distanzierter Horror-Trip.
Wertung: 6 von 10
Bildgewaltiger Fan-Service mit erzählerischen Schwächen.










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