Montag, 9. Februar 2026

„Der letzte Walsänger“: Ein magisches Unterwasser-Abenteuer gegen den Leviathan - Ab 12. Februar österreichweit in mehr als 40 Kinos

Regisseur Reza Memari schickt einen zweifelnden Buckelwal auf eine gefährliche Odyssee. Ab 12. Februar läuft die deutsch-kanadisch-tschechische Koproduktion in über 40 österreichischen Kinos.

Es ist eine Last, die schwerer wiegt als der Wasserdruck am Grund des Ozeans: Vincent ist nicht nur ein jugendlicher Buckelwal mitten in der schwierigen Phase des Erwachsenwerdens, er ist auch der verwaiste Sohn des letzten Walsängers. Dessen magisches Lied schützte einst die Weltmeere, doch seit dem Verlust seiner Eltern ist Vincent verstummt.

Ab dem 12. Februar können österreichische Kinofans diesen „Coming-of-Age“-Kampf unter Wasser auf der großen Leinwand verfolgen. Der Animationsfilm „Der letzte Walsänger“ (Einhorn-Film) von Regisseur Reza Memari startet breitflächig in mehr als 40 Kinos im ganzen Land.


Bedrohung aus dem Eis Die Handlung der 91-minütigen Koproduktion (Deutschland/Kanada/Tschechien) gewinnt an Dringlichkeit, als eine ökologische Katastrophe das Gleichgewicht der Meere kippt. Ein monströser Leviathan bricht aus einem schmelzenden Eisberg aus – eine kaum verhüllte Metapher auf den Klimawandel. Mit seiner giftigen Tinte bedroht das Ungeheuer alles Leben im Ozean.

Eigentlich wäre es nun an Vincent, sein Erbe anzutreten und die Gefahr mit seinem eigenen Lied zu bannen. Doch der Protagonist ist von Selbstzweifeln zerfressen. Statt sich dem Leviathan zu stellen, wählt er die Flucht nach vorn – oder besser gesagt: nach unten.

Eine ungleiche Truppe Seine Reise führt ihn zum tiefsten Punkt des Meeres, zum mystischen „Sternenbecken“. Vincents verzweifelter Plan: Er will seine Eltern aus dem Totenreich zurückholen, damit sein Vater den Kampf übernimmt, den er sich selbst nicht zutraut.

Wie es sich für das Genre gehört, bestreitet der Held diesen Weg nicht allein. Memari stellt ihm zwei markante Begleiter zur Seite, die für die nötige Dynamik sorgen: Walter, ein pedantischer Schiffshalter, fungiert als unfreiwillige Nanny, während Darya, eine gehörlose Orca-Kämpferin, den Part der mutigen Action-Heldin übernimmt. Besonders die Figur der Darya bringt dabei eine interessante inklusive Ebene in das Unterwasser-Narrativ.

Am Ende geht es in „Der letzte Walsänger“ um mehr als den Kampf gegen Monster. Es ist die Suche nach der eigenen Stimme und die Überwindung der Angst, um das zu schützen, was man liebt.